Die Fachverbände haben sich für die Diagnostik und Behandlung von Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) auf eine neue Leitlinie geeinigt. Die Leitlinie empfiehlt ein multimodales Behandlungskonzept, das an der individuellen Symptomatik, dem Funktionsniveau, der Teilhabe sowie den Präferenzen des Patienten und seines Umfeldes angepasst ist. Dazu können psychosoziale, pharmakologische sowie ergänzende Interventionen miteinander kombiniert werden.

Zusätzlich empfiehlt die Leitlinie eine umfassende Psychoedukation für den Patienten und seine relevanten Bezugspersonen. Durch die Aufklärung über ADHS, die Entwicklung eines individuellen Störungsmodells und einer Übersicht über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten wird der Patient besser in den Entscheidungsprozess, welches Behandlungskonzept für ihn am besten geeignet ist, miteinbezogen.

Je nach Alter und Schwere der Erkrankung soll ADHS wie folgt behandelt werden:

  • Bei Kindern unter sechs Jahren: primär psychosozial (einschl. Psychotherapie), keine Pharmakotherapie im Alter unter drei Jahren 

Es werden drei Schweregrade unterschieden:  

  • Leichter Schweregrad: primär psychosozial (einschl. Psychotherapie), in Einzelfällen ergänzend mit Medikamenten
  • Moderater Schweregrad: intensiv psychosozial und intensive Psychotherapie, Pharmakotherapie oder eine Kombination
  • Schwere Symptomatik: primär Pharmakotherapie nach intensiver Psychoedukation, parallel intensive psychosoziale Behandlung (einschl. Psychotherapie) 

Quelle: BPtK

 

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

presse@psychenet.de

Starke Bündnisse
Sitemap

Teilnehmer für Online­befragung gesucht!

UKE HamburgSie oder Ihr Kind haben seit Juni 2018 ein erstes Gespräch in einer psychotherapeutischen Praxis geführt (psychotherapeutische Sprechstunde)?

Wir möchten herausfinden, wie gut die psychotherapeutische Versorgung zurzeit funktioniert und in welchen Bereichen noch Verbesserungen erforderlich sind. Die Ergebnisse dieser Studie sind wichtig, um herauszufinden, welche Probleme aus Sicht von Patientinnen und Patienten aktuell bestehen und wie diese künftig behoben werden können.

Um detaillierte Informationen zu bekommen, klicken Sie bitte hier, wenn Sie selbst ein erstes Gespräch bei einer Psychotherapeutin/einem Psychotherapeuten in Anspruch genommen haben oder hier, wenn ihr Kind in einer psychotherapeutischen Sprechstunde war.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.