Aufgrund der durch die Corona-Pandemie aktuell zunehmenden Belastung für Pflegefachpersonen wurde ein neues psychotherapeutisches Beratungsangebot vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe und der Bundespsychotherapeutenkammer geschaffen. Das Angebot richtet sich insbesondere an beruflich Pflegende in Kliniken, Altenpflegeheimen und in der häuslichen Versorgung, die sich durch aktuell berufliche Herausforderungen belastet fühlen.

Über die Plattform www.psych4nurses.de können kurzfristig und kostenfrei 30-minütige Beratungstermine mit einem*r Psychotherapeut*in gebucht werden.

Ab sofort ist es möglich für Versicherte von privaten Krankenversicherungen unbürokratisch psychotherapeutische Hilfe per Videotelefonat zu erhalten. Unbürokratisch bedeutet, dass Versicherte, welche in ihren Verträgen auch Psychotherapie vereinbart haben, nicht vorab auf eine Genehmigung ihrer Krankenkasse angewiesen sind. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 30. Juni 2020. 

Bis zum 31. Juli 2020 sind weiterhin längere telefonische Beratungen möglich, so können bis zu viermal im Monat (40-minütige) telefonische Beratungen erstattet werden.

Auch in diesem Sommersemester findet der Vorlesungsreihe "Anthropologische Psychiatrie" statt; diesmal unter dem Thema "Soziale Not und seelische Gesundheit". Die Vorlesungsreihe ist für alle zugänglich und wird in der Corona-Pandemie als „Lecture2go“ von der Universität angeboten. 

Die Videos sind unter dem folgenden Link zu finden: https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/l/5556

Zum aktuellen Termin (26. Mai): „Stigmaresistenz - Immun gegen Vorurteile“ Dialog mit Monika Möhrenkamp und Jörn Petersen (FOKUS Bremen) 

Der Report Psychotherapie 2020 der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) vereint Zahlen und Fakten zu psychischen Erkrankungen und soll damit die öffentliche Diskussion um eine adäquate Versorgung anregen. Im Folgenden haben wir ein paar Kennwerte für Sie zusammengefasst:

Wie viele Menschen leiden in Deutschland an einer psychischen Erkrankung? 

  • 43% der Erwachsenen in Deutschland leiden einmal in ihrem Leben an einer psychischen Erkrankung.
  • Ca. 17 von 100 Menschen leiden im Laufe ihres Lebens unter eine Depression.
  • Ca. 16 von 100 Menschen leiden im Laufe ihres Lebens unter einer somatoformen Störung.
  • Ca. 10 von 100 Menschen leiden im Laufe ihres Lebens unter einer Störung durch Substanzgebrauch (z.B. Alkohol oder Medikamente).
  • Ca. 4 von 100 Menschen leiden im Laufe ihres Lebens unter einer Panikstörung.

Die BundesPsychotherapeutenKammer (BPtK) informiert in ihrem neuen Wegweiser über Grundlegendes zur psychotherapeutischen Versorgung während der Corona-Krise. Darüber hinaus werden Beratungs- und Behandlungsangebote nach Bundesländern zusammengefasst und spezielle Angebote (z.B. Corona-Sprechstunden) aufgeführt.  

Den Wegweiser für psychisch kranke Menschen in der Corona-Krise finden Sie hier.

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

presse@psychenet.de

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Neues Programm "8 Leben": Jetzt mitmachen!

Neues Programm „8 Leben – Erfahrungsberichte und Wissenswertes zum Thema Suizid“ ist ab sofort online. Fast jede*r kennt jemanden, der durch Suizid verstorben ist. Viele Menschen haben oder hatten Suizidgedanken, aber sprechen nicht darüber. Sie können uns helfen, das zu ändern. Wir möchten wissen, welche Erfahrungen Sie mit dem Thema Suizid gemacht haben.

Das Online-Programm „8 Leben“ richtet sich an Personen ab 18 Jahren mit unterschiedlichen Erfahrungen mit Suizidalität und Personen, die mehr über das Thema „Suizidalität“ erfahren möchten. Informieren Sie sich und machen Sie mit: Startseite „8 Leben“. Die Teilnahme erfolgt online, ist anonym und kostenlos.

Bitte beachten Sie, dass die Teilnahme an diesem Online-Programm in einer akuten (suizidalen) Krisensituation in keiner Weise eine persönliche Betreuung ersetzt.

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