Im Rahmen des Projekts 4E des Instituts und Poliklinik für Medizinische Psychologie am UKE soll Wissen zu Suizidalität verbessert und Stigmatisierung von Suizidalität abgebaut werden. Hierzu wurde das Online-Programm „8 Leben – Erfahrungsberichte und Wissenswertes zum Thema Suizid“ entwickelt. Das Programm zur Suizidprävention enthält u.a. Video-Erfahrungsberichte von Betroffenen, die selbst in der Vergangenheit suizidal waren und Personen, die jemanden durch Suizid verloren haben, Informationsmaterial zum Thema Suizidalität und individuell auf die Teilnehmenden angepasste Bereiche mit verschiedenen Strategien zum Umgang mit Suizidalität.

Das Programm richtet sich an Personen, die Suizidgedanken haben oder hatten, einen Suizidversuch in der Vergangenheit gemacht haben, Angehörige, die jemanden durch Suizid verloren haben oder sich um jemanden sorgen sowie an Personen, die mehr über das Thema „Suizidalität“ erfahren möchten.

Am 21. Januar 2020 gibt es einen weiteren Termin der Vorlesungsreihe "Vermessung der Psychiatrie - Zur Anthropologie von Gesundheit und Krankheit in der Psychiatrie". Diesmal unter dem Titel "Akutpsychiatrie ohne Wachdienste?" (von Prof. Dr. Peter Brieger). Die Vorlesungsreihe ist für alle zugänglich und findet am Dienstag (21.01) um 18 Uhr im Hauptgebäude der Universität Hamburg statt (Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal A).

„Akutpsychiatrie ohne Wachdienste? Der Einsatz von Wachdiensten ist umstritten – bundesweit und nicht nur aufgrund spektakulärer Einzelfälle. Die einen verteidigen ihn zum Schutz des Personals; die anderen halten ihn für einen Beitrag zur Eskalation, für einen Teil des Problems, nicht seiner Lösung. Ist die Schwelle zum Einsatz von Ordnungs-kräften zu niedrig geworden? Kann eine Präzisierung des Auftrags helfen? Gibt es eine Zunahme von Gewalt – und wenn ja, von wem geht sie aus? Wie ist ihr zu begegnen? Ist die Psychiatrie mit ihrem Auftrag überfordert? Gibt es eine Chance der Prävention, bzw. der politischen Abhilfe?“ 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) hat zusammen mit der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) Informationsbroschüren zu folgenden Themenschwerpunkten überarbeitet: 1) Betroffene mit psychischen Erkrankungen im höheren Alter, 2) Psychosoziale Belastungen von pflegenden Angehörigen älterer Menschen. 

Die Informationsbroschüre „Wenn die Seele krank ist – Psychotherapie im höheren Lebensalter“ richtet sich an Betroffene und gibt einen Überblick über die häufigsten psychischen Erkrankungen sowie deren Behandlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, ältere Menschen zu ermutigen, sich bei Bedarf professionelle Unterstützung zu suchen.

Der Versorgungsbericht der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) hat festgestellt, dass starke Lücken in der Versorgung psychisch kranker Flüchtlinge bestehen. So werden Psychosoziale Zentren stärker denn je für Beratung und Hilfe von geflüchteten Menschen angefragt, jedoch kann der Bedarf bei Weitem nicht gedeckt werden. 

Dies hat zur Folge, dass Geflüchtete im Vergleich zum Vorjahr länger (die Wartezeit hat sich um etwa ein Drittel erhöht) auf einen Platz in einem Psychosozialen Zentrum warten müssen. Auch Die Wartezeit auf einen Therapieplatz ist in den letzten Jahren auf durchschnittlich 7,3 Monate gestiegen. 

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 22. November 2019 einstimmig beschlossen, dass die Systemische Therapie als weiteres Psychotherapieverfahren für Erwachsenen nun eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen in der ambulanten Versorgung wird. Damit ergänzt das Verfahren die drei bisher zugelassenen Verfahren, die beiden psychodynamischen Verfahren (Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) und die Verhaltenstherapie. Sie kann somit regulär bei dem Besuch einer ambulanten Psychotherapie abgerechnet werden.

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

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