Kern des sozialen Entschädigungsrechts ist die Kompensation von erlittenen Personen- und Sachschäden durch die Bundesrepublik Deutschland. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schreibt wörtlich: „Wer einen gesundheitlichen Schaden erleidet, für dessen Folgen die Gemeinschaft einsteht, hat Anspruch auf Versorgung. Damit sollen beispielsweise besondere Opfer zumindest finanziell abgegolten werden.“ (bmas.de).

Psychotherapeutische Videobehandlung wurde nun mit einem Beschluss der Vertragspartner Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV) rückwirkend zum 1. Oktober 2019 zugelassen. Mit dieser Änderung können nun Kurzzeit- und Langzeit-Psychotherapie, psychotherapeutische Gesprächz, und andere psychotherapeutische Leistungen per Videokontakt stattfinden.

Viele Hilfesuchende wenden sich bei Fragen rund um das Thema Depression häufig als erstes an das Internet. Eine Studie der Organisation Privacy International, welche Webseiten mit Informationsmaterial und Selbsttest zum Thema Depression untersuchte, fand heraus, dass die meisten dieser Seiten Nutzerdaten an andere Unternehmen wie Google, Facebook oder Amazon weiterleiteten. Auf Basis der weitergegebenen Daten lässt sich feststellen, ob sich Besucherinnen und Besucher über psychische Erkrankungen informiert haben oder sogar Depressions-Selbsttest gemacht haben. Die Weitergabe der Daten erfolgte zudem in vielen Fällen ohne die Zustimmung von Nutzerinnen und Nutzern.

Die BundesPsychotherapeutenKammer (BPtK) bietet mit ihrer Patientenbroschüre „Wege zur Psychotherapie“ grundlegende Informationen für Hilfesuchende mit psychischen Erkrankungen. Die Broschüre ist in erster Linie für Menschen geschrieben, die noch keine Psychotherapie in Anspruch genommen haben. Sie kann aber auch als Orientierung für Menschen mit Therapieerfahrung genutzt werden, um sich über aktuelle Angebote und Hilfen zu informieren.

Das Angebot des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, welcher unter der Nummer 116117 erreicht werden kann, wurde um eine Smartphone-App ergänzt. Die App (116117-App) soll Menschen mit akuten Beschwerden dabei helfen, die geeignete medizinische Hilfe zu finden, indem sie zum Beispiel nächstgelegene Bereitschaftspraxen mit Öffnungszeiten und Wegbeschreibung anzeigt.

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

presse@psychenet.de

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