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Projekt 4E

4E – das steht für „Entwicklung und Evaluation von E-Mental-Health-Interventionen zur Entstigmatisierung von Suizidalität“.

Ziel des Projekts ist es, frei zugängliche Informationen und Interventionen bereitzustellen und somit das Wissen zum Thema „Suizidalität“ zu verbessern und Stigmatisierung zu reduzieren. Dadurch soll zur Vorbeugung von Suiziden (Suizidprävention) beigetragen werden.

Ablauf des Projekts

In der ersten Projektphase wird eine telefonische Bevölkerungsbefragung zum Wissen und zu Einstellungen zu Suizidalität durchgeführt. Es soll herausgefunden werden, was die Bevölkerung über Suizidalität weiß und was sie über Betroffene denkt. Insgesamt 2.000 Personen sollen befragt werden. Durchgeführt wird die telefonische Befragung vom Markt- und Sozialforschungsinstitut USUMA mit Sitz in Berlin (http://www.usuma.com/).

Die durch die Befragung identifizierten Themen (Wissenslücken, stigmatisierende Einstellungen) sollen dann in der zweiten Projektphase von den so genannten E-Mental-Health-Interventionen adressiert werden. Diese beinhalten

  • eine Gesundheitsinformation zum Thema Suizidalität (Definition, Häufigkeit, Ursachen, Hilfsmöglichkeiten),
  • Informationen zu regionalen Hilfsangeboten,
  • einen Selbsttests
  • sowie eine interaktive Online-Intervention mit Erfahrungsberichten von Betroffenen und Angehörigen in Form von Video- und Postkartenbotschaften.

Integriert werden die erstellten Materialen in das E-Mental-Health-Portal psychenet – Netz psychische Gesundheit (http://www.psychenet.de). Zielgruppe der Interventionen sind Menschen mit Suizidgedanken- oder versuchen in der Vorgeschichte, deren Angehörige sowie allgemein an der Thematik Interessierte. Mithilfe der Materialien soll eine Verbesserung des Wissens über Suizidalität und eine Reduktion von negativen Einstellungen gegenüber sich selbst (Selbst-Stigmatisierung) sowie von außen (Fremd-Stigmatisierung) erzielt werden.

In der dritten Projektphase wird geprüft, in welchem Ausmaß die Online-Intervention Selbst-Stigmatisierung, subjektiv wahrgenommene Fremd-Stigmatisierung sowie das Wissen über Suizidalität verbessert. Darüber hinaus soll die Frage beantwortet werden, welche individuellen Erfahrungen die Nutzerinnen und Nutzer mit der Intervention gemacht haben.

Die Ergebnisse aus der Bevölkerungsbefragung und aus der Online-Intervention werden helfen, die Unterstützung für Menschen mit seelischen Problemen und ihre Familien zu verbessern.

Förderung und Durchführung

Das Projekt wird über einen Zeitraum von 3 Jahren (2017-2020) vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert (Förderkennzeichen: 2517FSB117) und vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt (Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Institut für Medizinische Soziologie, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie).

Unterstützende Einrichtungen

  • National Centre for Farmer Health (NCFH), Western District Health Service, Deakin University; Susan Brumby, Alison Kennedy
  • Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN); Gabriel Gerlinger, Leiter Public Affairs und Wissenschaft
  • Irre menschlich Hamburg e.V.; Dr. Thomas Bock
  • Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention; Dr. Ute Lewitzka

 

 

Begriffserklärungen

Der Begriff „Suizid“ stammt aus dem Lateinischen („sui“ = „seiner“ und „caedere“ (in Zusammensetzungen „-cidere“) = „töten“, also „das Töten seiner selbst“) und bezeichnet eine absichtsvoll herbeigeführte Beendigung des eigenen Lebens.

Eine Suizidhandlung, die nicht zum Tod führt, wird Suizidversuch genannt.

„Suizidalität“ umfasst alle Gedanken und Handlungen, in denen es darum geht, den eigenen Tod anzustreben bzw. diesen als mögliches Ergebnis einer Handlung in Kauf zu nehmen. Dazu gehören suizidale Gedanken, Suizidideen und -absichten, Suizidankündigungen, Suizidversuche und Suizide.

 

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