Seit dem Inkrafttreten der neuen Psychotherapeuten-Richtlinie am 1. April 2017 (siehe Newsmeldung) ist es gelungen den Erstzugang zu psychotherapeutischer Versorgung zu vereinfachen, auch wenn die Wartezeiten auf Richtlinienpsychotherapie nach wie vor hoch sind.

Das Ärzteblatt fasst zusammen:

  • Betroffene warten heute im Schnitt nur noch 5,7 Wochen auf ein Erstgespräch. Im Jahr 2011 waren es noch 12,5 Wochen im Bundesdurchschnitt. Rund 70% der Psychotherapeuten/innen führen ein erstes Gespräch bereits innerhalb von 4 Wochen. 
  • Patienten/innen sind nunmehr verpflichtet diese Sprechstunde aufzusuchen bevor eine Regelpsychotherapie begonnen werden kann.
  • Psychotherapeuten/innen sind verpflichtet 200 Minuten pro Woche persönlich telefonisch erreichbar zu sein.
  • Die Wartezeit auf ein Erstgespräch bei einer Vermittlung über die kassenärztlichen Terminservicestellen reduziert sich auf drei Wochen. Allerdings werden nur ca. 5% aller Termine über Terminservicestellen vermittelt.
  • Die Wartezeit auf Richtlinienpsychotherapie verkürzt sich von 23,7 Wochen auf 20 Wochen (Betroffen warten in Großstädten vier Monate und auf dem Land fünf bis sechs Monate auf eine psychotherapeutische Behandlung). Das bedeutet, dass Betroffene, welche im Rahmen einer Sprechstunde eine psychische Erkrankung bescheinigt bekommen haben, weiterhin monatelang auf einen Therapieplatz warten.
  • Seit dem Inkrafttreten der Psychotherapiereform werden Anträge auf Kostenerstattung in den Privatpraxen immer seltener von den Krankenkassen genehmigt, was unter anderem zu langen Wartezeiten beiträgt.

Weitergehende Informationen und die Quelle der vorliegenden Newsmeldung finden Sie unter folgendem Link.

 

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

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