Die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland führt für uns alle zu tiefgreifenden Einschränkungen. So ist das öffentliche Leben massiv eingeschränkt und wo es geht befinden sich Menschen in häuslicher Isolation oder im Home-Office – teilweise mit Kindern. Dies kann dazu führen, dass gewohnte Routinen nicht mehr funktionieren und der Alltag auf den Kopf gestellt wird. Damit Sie trotz häuslicher Isolation auf ihre psychische Gesundheit achten könnten, hat die DGVT eine Broschüre mit praktischen Tipps für die aktuelle Situation zusammengestellt. Hier sind einige Punkte zusammengefasst:

  • Struktur: Achten Sie auf eine gute Tagesstruktur mit festen Essens-, Schlafens- und Arbeitszeiten.
  • Bewusster Medienkonsum: Suchen Sie sich seröse Quellen für Informationen (z.B. die Webseite des Robert-Koch-Instituts) und vermeiden Sie, dauerhaft Nachrichten zu konsumieren. Nehmen Sie sich beispielsweise vor, morgens und abends Informationen zur aktuellen Lage zu sichten.  

Das Online-Programm iFightDepression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist aufgrund der mit der Corona-Pandemie verbundenen Herausforderungen für Patient*innen für 6 Wochen ohne Einschränkungen zugänglich. 

Zielgruppe: Das Programm richtet sich in erster Linie an Menschen, die unter einer leichten bis mittelgradigen Depression leiden, es können aber auch Menschen mit subklinischen Symptomen teilnehmen. iFightDepression informiert und hilft bei dem eigenständigen Umgang mit depressiven Symptomen. Teilnehmen können Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren. Das Programm wird in zwölf Sprachen angeboten (darunter: deutsch, englisch, spanisch oder arabisch).

Das Deutsche Netzwerk Gesundheitskompetenz e.V. (DNGK) ist ein gemeinnütziger Verein, welcher sich für die Entwicklung und Verbreitung von Gesundheitskompetenz einsetzt. In einem aktuellen Projekt des DNGK entsteht eine Online-Bibliothek mit zuverlässigen Gesundheitsinformationen zu körperlichen und psychischen Erkrankungen. Die Online-Bibliothek beinhaltet Verlinkungen zu Patienteninformationen und Patientenerfahrungen, die sowohl von Behandler*innen als auch Patient*innen genutzt werden können, um etwa verschiedene Gesundheitsinformationen miteinander zu vergleichen.

Die neue Online-Bibliothek erreichen sie hier: https://dngk.de/bibliothek/

Befragungsteilnehmer*innen des Barmer Ärztereports 2020 zeigen sich größtenteils zufrieden mit der psychotherapeutischen Behandlung. Etwa 80% der Patient*innen gaben an mit der therapeutischen Behandlung insgesamt „vollkommen zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ zu sein. Ähnlich hohe Zustimmungswerte finden sich für die Informationsvermittlung innerhalb der Therapie. 

Des Weiteren gaben 2/3 der Patienten*innen an, mit dem Ergebnis der Therapie zufrieden zu sein. 25% waren zusätzlich „teils, teils“ zufrieden und nur 8% „weniger zufrieden“ oder „unzufrieden“ mit dem Ergebnis der psychotherapeutischen Behandlung. Dies sei nicht verwunderlich, so Dr. Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK): „Nicht alle Erkrankungen, seien es psychische oder körperliche, sind so behandelbar, dass die Patient*innen keine Beschwerden mehr haben. Daher sind diese Patient*innen auch nicht zu 100 Prozent mit ihrer Behandlung zufrieden.“ 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) hat zusammen mit der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) Informationsbroschüren zu folgenden Themenschwerpunkten überarbeitet: 1) Betroffene mit psychischen Erkrankungen im höheren Alter, 2) Psychosoziale Belastungen von pflegenden Angehörigen älterer Menschen. 

Die Informationsbroschüre „Wenn die Seele krank ist – Psychotherapie im höheren Lebensalter“ richtet sich an Betroffene und gibt einen Überblick über die häufigsten psychischen Erkrankungen sowie deren Behandlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, ältere Menschen zu ermutigen, sich bei Bedarf professionelle Unterstützung zu suchen.

Pressekontakt

PD Dr. Jörg Dirmaier
Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, UKE

Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: +49 (0) 40 7410 59137

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